Verletzungen und Gefahren beim Slacklinen

Das Slacklinen bietet (neben dem Spaß) erhebliches Potential für die Gesundheit. Entsprechend findet das Thema „Slacklinen“ auch zunehmend Einzug in therapeutische Settings. Immer mehr Physiotherapeuten setzen zum Beispiel Slackline Gestelle ein, um gezielt Muskeln, Bänder und Sehnen bei Verletzungen des Bewegungsapparates oder nach Operationen zu trainieren. Und sogar bei Schlaganfallpatienten, Multipler Sklerose und Schädelhirntraumata findet das Slacklinen die ersten Anwendungsversuche – scheinbar mit Erfolg. Aber erst einmal zu den Verletzungen:

Wie bei jeder anderen Sport, kommt es natürlich auch beim Slacklinen immer mal wieder zu Verletzungen. In der Regel sind das keine schlimmen Verletzungen sondern eher Zerrungen oder Prellungen die man von alleine oder mit sanfter Unterstützung zum Beispiel von Voltaren ausheilen lassen kann (Voltaren ist ein Schmerzgel).

Je aktiver ein Slackliner wird, desto höher ist natürlich die Gefahr sich zu verletzen. Und das nicht nur, weil die Person mehr Zeit auf der Slackline verbringt. Sondern viel eher, weil mit der Zeit kompliziertere Tricks geübt, Sprünge eingebaut und waghalsige Dinge ausprobiert werden. Gerade beim Tricklinen kommt es immer wieder vor, das ein Trick misslingt und der Slackliner (unsanft) auf dem Boden landet (wunderbar in den ersten 45 Sekunden in diesem Video zu bewundern).

Neben den eher leichten Abschürfungen und Prellungen, kommt es (zum Glück nur sehr selten aber dennoch) leider auch immer wieder zu ernsteren Verletzungen. Zum Beispiel bei einem Sturz auf den Kopf – was schnell eine Gehirnerschütterung zur Folge hat. Oder ein umgeknickter Knöchel oder sogar ein gerissenes Band beim unkontrollierten Absteigen von der Slackline.

Der Bewegungsapparat ist anfällig für Verletzungen, die durch Bewegungen hervorgerufen werden, welche nicht den natürlichen Bewegungsabläufen entsprechen. Eigentlich logisch.

Das alles soll aber nicht Angst auslösen oder davon abhalten sich auf der Slackline zu versuchen. Denn neben den (sehr selten vorkommenden) Verletzungen bringt der Sport jede Menge gesundheitsförderliche Aspekte mit sich. Und bei sachgemäßer Verwendung und etwas Vorsicht (gerade am Anfang) lassen sich Gefahren recht einfach verhindern und Unfälle mit der Slackline somit weitestgehend vermeiden.

So zum Beispiel eine geringe Spannhöhe (wir empfehlen Kniehöhe der Slackliner) um tiefe Stürze zu vermeiden und sicheres Abgehen zu ermöglichen. Außerdem sollte der Boden möglichst weich und eben sein, also zum Beispiel Gras oder Sand. Das schont generell die Gelenke und dämpft im Falle eines Sturzes. Vermeiden sollte man unebene Bereiche, Wurzeln, Steine, Beton oder ähnliches. Alle spitzen, scharfen und harten Gegenstände sollten vor dem Slacklinen vom Untergrund aufgesammelt werden. Holt man sich dann noch eine Hilfestellung (gerade am Anfang) bis man sich ein bisschen an das Wackeln der Slackline gewöhnt hat und kontrolliert abgehen kann, bleibt nur noch das normale Restrisiko einer jeden Sportart. Bei weiterem Interesse bietet sich auch immer ein Slackline Workshop unter professioneller Anleitung an. Gerade bei den ersten Schritten wirkt etwas Anleitung und direktes Feedback häufig wunder.

Und was hat es mit den positiven Gesundheitsaspekten des Slacklinens auf sich die wir angesprochen haben?

Neben den ganz am Anfang dieses Textes genannten positiven Aspekten für die Reha und die Therapie, bietet die Slackline auf für den Alltag als gutes Training an. So hat das Slacklinen zum Beispiel Auswirkungen auf die Koordinativen Fähigkeiten (Gleichgewicht, Reaktion, Körpergefühl), auf die Kondition, die Körperhaltung und nicht zuletzt auf mentale Aspekte (nicht ohne Grund wird Slacklinen häufiger mit Yoga verglichen). Mehr Details zu den gesundheitsförderlichen Aspekten finden Sie unter dem Punkt 2.4 in der Diplomarbeit von Jonas Weidemann.

Wir hoffen mit diesem Text einige Informationen zu den verschiedenen Aspekten etwas klarer gemacht zu haben. Be careful – be safe – but slack on. Also nicht von den oben genannten Beispielen abschrecken lassen: Das Slacklinen ist ein wunderbarer Sport, der neben dem Spaß und dem Naturerlebnis viele positive Aspekte fördert.

Das Team von Slackliner-Berlin wünscht fröhliches und unfallfreies Slacken.

Hinweis: Dieser Artikel verwendet zu Teilen Inhalte aus der Diplomarbeit „Psychologische Analyse der Hintergründe des Highlinens“ von Jonas Weidemann, die im Jahr 2013 veröffentlich wurde.


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