Funline - die normale Slackline
Die Lowline/Funline ist wohl die gebräuchlichste Art der Slackline. Diese wird – wie der Name schon verrät – ungefähr auf Kniehöhe gespannt und ist entsprechend besonders anfängerfreundlich. Bei der Lowline muss man sich kaum Gedanken um Aufbau und Sicherung der Line machen, außerdem ist das Verletzungsrisiko bei günstigem Boden (wie Sand oder Gras) verhältnismäßig gering.
Beliebte Tricks und Übungen sind: Stehen, Gehen (vor- und rückwärts), Umdrehen, Aufstehen, Hinsetzen, Hinlegen, „Surfen“, Aufspringen, …
Geeignete Funlines sind zum Beispiel: 15 Meter Rookie Set | Gibbon Classic Slackline | Slackstar Beginner Set Guide 15 Meter
Tricklines / Jumplines
Eine Jumpline ist meist eine spezielle Slackline. Diese wird extrem fest gespannt und weist hervorragende Eigenschaften zum Springen auf. Geübte Personen können auf einer Jumpline zahlreiche Tricks. So zum Beispiel: 180° und 360° Drehungen, Rückwärtssalto und Vorwärtssalto mit Landung auf der Slackline.
Geeignete Lines zum Tricklinen: Elephant Rookie 15 Meter / Freak 25 Meter | Gibbon Surferline 20 Meter / Jibline 15 Meter
Longlines - der Reiz der Länge
Bei der Longline wird versucht eine möglichst lange Strecke auf einer Slackline zu gehen. Je länger die Line wird, desto ruhiger muss der Slackliner gehen. Starke Schwingungen (zB durch Wind) in der Line steigern die Herausforderung an Balance und Ausdauer. Eine stark schwingende Longline ist so gut wie nicht mehr zu kontrollieren.
Außerdem muss eine Longline durch ihr Eigengewicht und die große Distanz relativ hoch gespannt werden (bei einer 100 Meter Line liegen die Ankerpunkte je nach Spannsystem und Zugkraft bei ca 2 Meter Höhe), was gerade für Anfänger Risiken und Gefahren birgt. Entsprechend sollten sich nur fortgeschrittene Slackliner auf einer Longline versuchen.
Ab welcher Länge es sich um eine Longline handelt ist nicht festgelegt, aber ab 50 Metern kann wohl von einer Longline gesprochen werden.
Empfohlene Line: on'sight Meterware von Elephant
Highlines – die Spannung der Höhe
Highlines werden in beliebigen Höhen angebracht. Angefangen bei einigen Metern bis hin zu einer Slackline zwischen zwei Bergspitzen in mehreren hundert Metern Höhe.
Highlines müssen beim Begehen extrem gut gesichert sein (mit der so genannten "Leash"). Denn ein gefahrenloses Abspringen ist auf einer Highline nicht mehr möglich. Aus diesem Grund sollte man das Highlinen auch ausschließlich mit kompetenter Begleitung probieren. Andernfalls besteht Lebensgefahr!
Rodeolines – Freestyle
Eine Rodeoline wird zwar an den Ankerpunkten recht hoch angebracht, befindet sich aber in der Mitte direkt über dem Boden. Bedingt durch das Durchhängen ist das begehen einer Rodeoline deutlich schwieriger als das begehen einer normalen Line. Außerdem ist die Gefahrt zu stürzen stark erhöht da die Line die Füße seitlich wegzieht. Der erste Rodeo-Versuch darf also durchaus mit Hilfe durch eine kräftigen Hand gestartet werden. Wenn man dann ein Gefühl für die Line hat kann man sich langsam weiter voran tasten.
Tricks auf der Rodeoline: Gehen, Drehen, Schwingen, blind laufen, jonglieren
Empfohlene Line: On'sight von Elephant Slacklines
Waterlines – ein nasses Vergnügen
Die Waterline ist eine ganz normale Slackline, die über ein Gewässer gespannt wird. Das begehen einer Waterline ist deutlich schwieriger, da dem Slackliner Fixpunkte fehlen. Bei Flüssen spielt zusätzlich die Bewegung des Untergrunds eine entscheidende Rolle.
Der große Vorteil der Waterline ist die sichere Landung im Wasser, wodurch weitestgehends gefahrlos ausprobiert werden kann. So zum Beispiel Salti. Zu beachten ist die ausreichende Tiefe des Gewässers.
