Erste Tricks

Sobald die ersten Tage auf der Line überstanden sind kommt meist der Wunsch, neue Dinge auf der Slackline zu erlernen. Und je schwieriger und späktakulärer desto besser. Um ein paar Ideen und Vorstellungen zu vermitteln, haben wir hier eine kleine Zusammenstellung von möglichen Tricks erstellt. Und der Übersicht halber gleich in 3 Schwierigkeits-Stufen gegliedert.

Neue oder fehlende Tricks bauen wir gerne ein. Einfach eine E-Mail an uns schicken - am besten mit Foto von dem Trick.

 

Tricks für Anfänger:

Vorwärts gehenGehen vorwärts - So schwer kann das gehen auf einer Slackline doch nicht sein. So denken sicher viele Zuschauer. Aber so einfach ist es dann auch wieder nicht. Wer anfängt merkt sofort wie wackelig die Angelegenheit eigentlich ist. Die ersten Schritte sind übrigens die schwersten. Jeder neue Schritt wird einfacher.

Gehen rückwärts - Wer rückwärts laufen möchte, muss gehen ohne die Slackline aus dem Augenwinkel zu sehen. Das ist am Anfang ungewöhnlich und seltsam. Wenn die Füße aber vorsichtig suchend auf die Line gesetzt werden geht das nach kurzer Zeit fast so sicher wie das vorwärts Laufen.

Drehen - Aus dem Stand mit Blick in eine Richtung eine 180 grad Drehung auf der Line. Kann variiert werden über die Drehart und die Drehrichtung. Bei der Drehart kann man sich z.B. schnell über die Fußsohlen drehen oder aber langsam die Füße umsetzen und dabei drehen. Bei der Drehrichtung ist es sinnvoll die Drehung nach links als auch rechts zu üben.

Hinknien - Jetzt wird es schon etwas trickreicher. Auf der Slackline stehend in die Knie gehen. Bei Bedarf das hintere Bein von der Line heben und mit dem Schienbein aufsetzen um tatsächlich zu sitzen. Jetzt kann zB der vordere Fuß nach vorne ausgestreckt werden. Anschließendes wiederaufstehen gehört natürlich auch dazu. :-)

Aus dem Sitzen aufstehen (mit beiden Beinen) - Auf die Slackline setzen, beide Beine auf der Line. Probleme am Anfang sind normal. Die Kraft kommt erst mit der Zeit. Als kleine Hilfestellung: Es ist sehr hilfreich wenn man den einen Fuß sehr nah an den Körper zieht und den anderen weit von sich weg schiebt. Der entfernte Fuß kann auch unter die Line geklemmt werden um das Aufstehen zu erleichtern.

Aus dem Sitzen aufstehen (mit einem Bein) - Selbes Prinzip wie mit beiden Beinen. Nur das in diesem Fall der eine Fuß neben der Line in der Luft ist. Die etwas einfachere Variante ist den Fuß seitwärts an der Line. Die schwierigere mit dem Fuß komplett ohne die Berührung der Slackline.

Fortgeschritten:

Hinsetzen aus dem Stand - Auf der Slackline stehend versuchen sich hinzusetzen. Dabei fällt es leichter, wenn immer beide Beine die Line berühren. Bei nur einem Fuß wird das ganze doch eine sehr wackelige Angelegenheit - ist aber auch machbar. Eine Möglichkeit sich hinzusetzen ist es zum Beispiel den einen Fuß vorne unter die Line zu haken um sich dann nach hinten hinsezten zu können. Insgesamt gibt es aber endlose Varianten - egal auf welche Art und Weise.

Kleiner Sprung - Einen kleinen Sprung auf der Slackline nach vorne (oder hinten?). Dafür ist es für den Anfang am leichtesten, wenn man ca 2 Meter am Ende der Line steht und zum Baum / Befestigung schaut. Dann ein kleiner Sprung nach vorne. Die Distanz bei Bedarf langsam steigern. Und irgend wann mal umdrehen und in richtung Mitte der Slackline springen. Da wird es dann auch gleich wesentlich wackeliger.

Seitwärts stehen - Seitwärts auf die Line stellen und ausbalancieren. Kann variiert werden durch das Beine auseinanderschieben in Richtung Spagat. Eine weitere Steigerung ist das seitwärts Laufen.

Auf die Slackline springen (aus dem Stand) - Neben die Slackline stellen, vom Boden abdrücken und auf die Slackline springen. Beim Landen ausbalancieren und stehen. Das ganze kann variiert werden durch z.B. eine halbe Drehung im Sprung.

Auf die Slackline springen (mit Anlauf) - In kleiner Entfernung hinstellen und mit Anlauf auf die Line springen. Je sicherer man wird, desto weiter kann die Sprung-Entfernung gewält werden. Bis zu zwei Meter Sprungentfernung sind auf jeden Fall machbar. Aber bitte langsam angehen lassen und die Gelenke und Bänder schonen!

Profi:

Surfen - Auf ca das erste oder zweite Drittel der Slackline stellen und die Line unter sich zum hin und herschwingen bringen. Die Schwingungen aus der Hüfte ausbalancieren. Beim Surfen sollte die Line nicht zu fest gespannt sein. Je länger die Line wird, desto schwerer ist das Surfen. Die Schwierigkeit kann auch erhöht werden durch größere Ausschwünge und Steigerung der Schwing-Frequenz.

Großer Sprung - Einfaches Stehen auf der Line (die am besten Jumplineartig fest angezogen ist). Und dann die Federkraft der Slackline benutzen um einen großen Sprung nach vorne zu machen - und natürlich auf der Slackline zu landen und zu stehen. Je weiter und höher der Sprung umso schwieriger wird es. So hat man ständig die Möglichkeit sich zu steiger. (Bitte vorsichtig steigern! Deutlich erhöhte Verletzungsgefahr!)

Mehrere Sprünge hintereinander - Jedes Federn ein Sprung, in welche Richtung ist dabei völlig egal. Vor, zurück, Beinwechsel, selbes Bein. Die Variationsmöglichkeiten sind vielfältig und quasi unbegrenzt. Theoretisch kann das ganze noch mit Drehungen versehen werden.